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Klinikum Freudenstadt investiert in eine verbesserte Patientensicherheit

Freudenstadt. Seit März 2019 können Patienten im Klinikum Freudenstadt vor einem stationären Aufenthalt mit Hilfe eines Schnellverfahrens innerhalb von 2 Stunden auf das gefährliche Krankenhausbakterium MRSA getestet werden. Das Analysegerät GeneXpert steht dafür allen Abteilungen des Klinikums im Labor zur Verfügung. „Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit und wird für Patienten, Mitarbeiter und den Klinikhaushalt positive Auswirkungen haben", sagt Geschäftsführer Ralf Heimbach.
 
Der Erreger mit dem komplizierten Namen „Methicillin Resistente Staphylococcus aureus“ besser bekannt in der Kurzform „MRSA“ ist einer der gefährlichsten Erreger im Krankenhaus erwerbbarer Infektionen. Die Übertragung erfolgt vor allem über die Hände. MRSA ist ein Bakterium, das gegen eine zunehmende Anzahl von Antibiotika resistent ist.
Bisher wurden die Abstrichproben an ein externes Labor geschickt. Bis das Ergebnis der Untersuchung vorlag, vergingen 2 bis 3 Tage.
„Mit dem neuen Analysegerät GeneXpert können wir jetzt innerhalb von 2 bis 3 Stunden zuverlässig und sicher MRSA in klinischen Proben nachweisen", erklärt Prof. Dr. Florian Bea, Ärztlicher Direktor des Klinikums Freudenstadt.
Die Vorteile dieses neuen Schnelltestverfahrens sind offensichtlich. Am effektivsten kann die Ausbreitung des Keims unterbunden werden, wenn dieser zeitnah festgestellt werden kann. Je schneller entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf andere Personen.
„In der Zukunft erwarten wir uns durch das neue Testverfahren kürzere Klinikaufenthalte für die Patienten und einen reduzierten Einsatz von Antibiotika. Auch auf das Bettenmanagement dürfte es positive Auswirkungen haben, da Patienten mit Verdacht auf MRSA nicht über Tage mit erhöhtem Hygieneaufwand isoliert werden müssen“, sagt der Ärztliche Direktor.
 
Nicht nur im Fall von „MRSA“-Erregern ist Händehygiene ein Thema. Händehygiene ist ein wichtiger Schutz vor Infektionen.
Regelmäßiges Händewaschen gilt als eine der entscheidenden Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, aber Händewaschen allein reicht im medizinischen Bereich nicht aus. Die Gefahr Krankheitserreger von einem auf den anderen Patienten zu übertragen ist groß.
Mit der Händedesinfektion verringert man mit Hilfe eines speziellen Händedesinfektionsmittels die Anzahl von Krankheitserregern auf der Haut.
Ziel ist die Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern (insbesondere Bakterien und Viren) von einem Patienten zum nächsten und der eigene Schutz.
Im Klinikum Freudenstadt werden die Ärzte und Pflegekräfte regelmäßig zu diesem Thema geschult. Im vergangenen Herbst fand ein Aktionstag „Rund um die Händehygiene“ mit Infostand und Gewinnspiel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum statt.
„Man muss immer wieder für dieses wichtige Thema sensibilisieren“, sagt Melanie Wiechert, Hygienebeauftragte der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH. Zusammen mit ihrer Kollegin Sabina Kimmig hat sie viel positive Resonanz für den Aktionstag geerntet und wird dies auch in der Zukunft wieder anbieten. Am 5. Mai ist der von der WHO initiierte Welthändehygienetag - aber ganz wichtig: „Bei uns ist jeden Tag Händehygienetag“, fügt Melanie Wiechert mit einem Lachen hinzu.

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